Tarifsekretär Ahrens: „Beschäftigte erwarten eine faire Erhöhung ihrer Löhne und Gehälter“

IG Metall Küste startet Warnstreiks im Kfz-Handwerk in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein

(04.06.2021) Mit Warnstreiks erhöht die IG Metall Küste den Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen für das Kfz-Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und
Schleswig-Holstein. Erste Aktionen gab es in den vergangenen Tagen bei Audi Elbvororte und der Mercedes-Niederlassung Hohe Schaar in Hamburg. Heute, Freitag, (Beginn: 12 Uhr) werden sich in Hamburg bei MAN Moorfleet die Beschäftigten mit Kolleginnen und Kollegen von Iveco Nord und Scania Hamburg zu einer Kundgebung versammeln. Schwerpunkt der Warnstreiks in Hamburg ist am Mittwoch. Auch in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind im Laufe der nächsten Woche kurzzeitige Arbeitsniederlegungen geplant.

„Wer wie in Hamburg 0 Prozent für zwei Jahre anbietet oder gar kein Angebot macht, muss sich nicht wundern, wenn die Beschäftigten auf die Straße gehen“, sagte Friedhelm Ahrens, Tarifsekretär der IG Metall Küste und Verhandlungsführer in der Kfz-Tarifrunde. „Über ein Jahr haben die Kolleginnen und Kollegen in den Werkstätten und im Service unter erschwerten Corona-Bedingungen gearbeitet. Jetzt erwarten sie eine faire Erhöhung ihrer Löhne und Gehälter.“

Die IG Metall fordert in der bundesweiten Tarifrunde vier Prozent mehr Geld und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. Dazu kommen regionale Forderungen. Für das Kfz-Handwerk Hamburg will die IG Metall eine Wahlmöglichkeit von Geld in Zeit durchsetzen. In Schleswig-Holstein wird erwartet, dass es Gespräche über eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes durch den Arbeitgeber gibt, wie es im Kfz-Handwerk Hamburg geregelt ist. Im Kfz-Handwerk Mecklenburg-Vorpommern verlangt die IG Metall weitere Angleichungsschritte an das Entgeltniveau in Schleswig-Holstein.
Die Tarifverträge im Kfz-Handwerk gelten für insgesamt 6000 Beschäftigte in tarifgebundenen Kfz-Betrieben, davon 3500 Beschäftigte in Hamburg, 2000 in Schleswig-Holstein und rund 500 in Mecklenburg-Vorpommern.