Bezirksleiter Friedrich: "Es ist unerträglich, dass die Beschäftigten wieder mit Spekulationen in den Medien konfrontiert werden"

MV Werften: IG Metall Küste fordert Perspektiven für alle Standorte – mit oder ohne Genting

(06.12.2021) Die IG Metall Küste hat die MV Werften aufgefordert, die Beschäftigten über ihre Pläne für die Standorte Rostock, Stralsund und Wismar sowie der Lloyd Werft in Bremerhaven zu informieren. "Es ist unerträglich, dass die Beschäftigten wieder mit Spekulationen in den Medien konfrontiert werden, ohne Klarheit von Geschäftsführung zu erhalten", sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. "Wir brauchen Perspektiven für alle Standorte mit oder ohne Genting. Wenn das Unternehmen für einzelne Standorte keine Zukunft sieht, muss es den Weg für einen Verkauf freimachen. In Bremerhaven gibt es mit der Rönner-Gruppe und in Stralsund mit der Stadt und Nordic Yards mögliche Käufer."

Die Gewerkschaft fordert Bund, Land und die MV Werften auf, die Verhandlungen über die Sicherung der Finanzierung für die Global 1 schnell abzuschließen, um den Beschäftigten die Unsicherheit zu nehmen. "Alle Beteiligten müssen ihren Beitrag leis-ten. Es braucht Zusagen von Genting, aber auch der Landes- und Bundespolitik. Durch die Regierungsbildung in Berlin darf es nicht zu Verzögerungen bei der Rettung der Werften kommen", so der Bezirksleiter. "Wir erwarten, dass es in den Verhandlungen auch um den Weiterbau der Global 2 geht. Mit dem Auftrag wird Arbeit an den Standorten gesichert. Bis zu einer Entscheidung muss die Kurzarbeit weiter genutzt werden, um die Beschäftigten an den Standorten zu halten."

Für nächsten Dienstag plant die IG Metall eine Online-Versammlung, um die Mitglieder über den aktuellen Stand zu informieren.